Symptome bei Leberproblemen und was man dagegen tun kann

Die Leber ist die größte Drüse im menschlichen Körper und übernimmt sehr viele wichtige Funktionen. Zu den 3 wichtigsten Funktionen gehört die Produktion von Galle zur Unterstützung der Verdauung, die Ausleitung schädlicher Giftstoffe aus dem Blut und die Glukosespeicherung, um die körpereigenen Energiereserven zu füllen.

Für eine gute Gesundheit ist eine gesunde Leber essenziell. Die Ernährung, Bewegung und Schlaf haben starken Einfluss auf die Funktion der Leber.

Wenn die Funktion der Leber gestört ist, macht sich das an verschiedenen Teilen des Körpers bemerkbar. Es gibt verschiedene Arten von Leberproblemen. Zu den häufigsten gehören eine Fettleber, Hepatitis, Gallensteine, zystische Erkrankung und eine Zirrhose.

Je früher die Symptome einer geschädigten Leber entdeckt werden, desto besser kann dagegen angegangen und eine vollständige Genesung erreicht werden.

Erhöhte Empfindlichkeit der Haut

Wenn die entgiftende Funktion der Leber gestört ist, schweben mehr Reizstoffe im Blut und unter der Haut. Diese können zu Juckreiz, Trockenheit und Überempfindlichkeit führen. Häufig wird die Haut anfälliger für blaue Flecken und die Venen sichtbarer durch die Haut.

Mit Feuchtigkeit spendenden Cremes können die Symptome oft gelindert werden. Für eine langfristige Verbesserung sollte die Leber jedoch gereinigt und entgiftet werden.

Allgemeine Schlappheit und Müdigkeit

Die Leber zerlegt die Nährstoffe der Lebensmittel, um Energie für alltägliche Aufgaben zu gewinnen. Bei einer geschädigten Leber müssen die Leber und andere Körperfunktionen mehr Arbeit leisten, um aus der Nahrung Energie zu gewinnen. Dies führt oft zur allgemeinen Müdigkeit, Schlappheit und größeren Erholungspausen.

Müdigkeit und Schlappheit sind auch häufig die Folge von einer Anhäufung toxischer Produkte im Blut, welche eine geschädigte Leber nicht ordnungsgemäß beseitigt hat.

Bei einer geschädigten Leber fehlt oft die Kraft für alltägliche Aktivitäten und es werden mehr Ruhepausen und Schlaf benötigt.

Übelkeit und Erbrechen

Bei Leberschäden kommt es oft zu einem anhaltenden Gefühl von Übelkeit. Dies entsteht durch die gestörte Giftstoffverarbeitung in der Leber. Die nicht verstoffwechselten Giftstoffe stören die Verdauung und Stoffwechselprozesse, was zu Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen führt.

Vor allem, wenn Übelkeit und Erbrechen ohne bekannte Ursache entstehen, können Nieren- oder Leberprobleme der Grund sein. Weitere Gründe von Übelkeit und Erbrechen sind Migräne, Reisekrankheit, Lebensmittelvergiftung oder die ersten Monate während der Schwangerschaft.

Appetitsverlust

Durch eine gestörte Gallenproduktion in der Leber sinkt oft der Appetit. Galle hilft, Fette abzubauen, damit diese verdaut werden können. Wenn die Nahrung nicht mehr richtig verdaut wird, kommt es oft zur Appetitlosigkeit und schwerem Gewichtsverlust.

Die Appetitlosigkeit ist ein frühes Anzeichen einer geschädigten Leber.

Verdauungsprobleme

Die Leber übernimmt während der Verdauung eine aktive Rolle. Sie produziert Gallenflüssigkeit und unterstützt dadurch die Absorption der Nährstoffe im Dünndarm und ist sehr wichtig für die Fettverdauung.

Bei einer gestörten Funktion der Leber kann es zu Verdauungsproblemen, wie Durchfall und Magenprobleme kommen.

Ist die Gallenproduktion gestört, können wiederum Blähungen, Verstopfung, Reizdarmsyndrom und Gallensteine produziert werden. Häufig steigt auch die Überempfindlichkeit gegenüber fetthaltigen Nahrungsmitteln und Alkohol.

Bei schweren Leberschäden kommt es oft zusätzlich zu starken Bauchschmerzen.

Gelbfärbung der Haut

Ein frühes Anzeichen einer Leberschädigung ist eine Gelbsucht. Die Gelbsucht entsteht wegen einer Bilirubinanhäufung im Blut und Körpergewebe. Bilirubin ist ein gelbes Pigment, was in der Leber durch den Abbau toter roter Blutzellen gebildet wird. Wenn sich das Bilirubin in dem Blutkreislauf ansammelt, bekommen die Haut, Augen, Zunge, Fingernägel und Fingerspitzen einen gelblichen Farbton.

Eine Gelbsucht kann auch ein Hinweis auf eine ernste Schädigung von Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse sein.

Änderungen der Urinfarbe

Wenn der Urin trotz ausreichender Flüssigkeitsaufnahme eine dunklere Farbe hat, kann dies ein Hinweis einer Lebererkrankung sein. Ein dunkel gefärbter Urin kann orange, gelb oder braun aussehen.

Die Änderung der Urinfarbe entsteht durch eine erhöhte Bilirubinansammlung im Blut. Dies entsteht, wenn die Leber nicht mehr in der Lage ist, das Bilirubin über die Nieren auszuscheiden.

Eine Dunkelfärbung des Urins kann ebenso eine Folge einer Dehydration, Einnahme von Vitamin-B-Nahrungsergänzungsmittel, Enzymmangel, Nebenwirkungen von Antibiotika, Harnwegsinfektionen und Nierenprobleme sein.

Änderungen der Stuhlfarbe

Entzündungen (Hepatitis) oder Narbenbildungen (Zirrhose) der Leber haben Einfluss auf die Gallenproduktion. Bei einer gut funktionierenden Leber wird der Stuhl mit Galle angereichert und erhält eine normale braune Farbe. Bei einer gestörten Gallensaftproduktion verfärbt sich der Stuhl blass, grau, gelb oder lehmfarben.

Je häufiger die Stuhlfarbe blass oder lehmfarben ist, desto höher ist das Risiko einer Leberschädigung.

Veränderungen im Bauchbereich

Häufige Schmerzen, Krämpfe und Schwellungen im unteren Bauchbereich führen oft zu einem Gefühl von Blähungen. Dies sind auch typische Symptome einer Aszites, einer Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, die sich aufgrund einer fortgeschrittenen Lebererkrankung oder Zirrhose entwickelt. Häufig kommt es zusätzlich zu anderen Symptomen, wie eine portale Hypertonie (ein erhöhter Blutdruck im Pfortadersystem in der Leber).

Eine Aszites kann auch aufgrund von Nicht-Leber-Erkrankungen verursacht werden. Für eine genaue Diagnose sollte ein Arzt konsultiert werden.

Wassereinlagerungen

Durch Leberschäden wird die Sekretion von Flüssigkeit regulierenden Mineralien verändert. Dies kann ähnlich, wie bei einer Aszites zu Wassereinlagerungen und Schwellungen in den Füßen und Knochen führen.

Weitere Ursachen für Wassereinlagerungen sind hormonelle Störungen, Nierenprobleme, Herzerkrankungen und Lymphsystemprobleme.

Es gibt verschiedene Symptome, die auf eine Leberschädigung hinweisen. Je mehr Symptome vorhanden sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Leberschädigung. In diesem Fall sollte die Leber von einem Arzt untersucht werden.

Um die Funktion der Leber zu unterstützen und ihre Regenration zu beschleunigen ist es wichtig, die Dinge, welche der Leber schaden zu vermeiden und ihr stattdessen das zu geben, was sie benötigt.

Tipps, um die Leber zu entlasten:

  • Knoblauch, Kurkuma, Walnüsse, Grapefruit, Rote Beete, Äpfel, Brokkoli, Avocado und Zitrone täglich verzehren.
  • Probiotische Lebensmittel in die Ernährung integrieren, um die Darmaktivität zu unterstützen und Giftstoffe zu eliminieren.
  • Pro Tag 2 bis 3 Tassen grünen Tee trinken.
  • Vitamin-C-reiche Lebensmittel verzehren. Diese schützen die Leber vor oxidativen Schäden.
  • Bewegungen, wie Dehnung, Wandern, Joggen oder Schwimmen in den Alltag integrieren.
  • Verstopfungen vermeiden. Bei Verstopfungen bleiben die Giftstoffe länger im Körper und belasten den Körper.
  • Blutzuckerspiegel-, Cholesterin- und Triglyceridspiegel auf ein gesundes Niveau bringen und unter Kontrolle haben.
  • Rauchen und Alkohol vermeiden.
  • Verarbeitete Lebensmittel, Fast Food, Milchprodukte und Lebensmittel mit raffiniertem Zucker vermeiden.
  • Den Verzehr von tierischen Proteinen und Salz reduzieren.

Eine gesunde Leber ist für die allgemeine Gesundheit sehr wichtig. Je schneller eine geschädigte Leber behandelt wird, desto besser kann sie regenerieren und genesen. Neben der Behandlung der Leber ist die Darmreparatur sehr wichtig. Erst durch einen gesunden Darm können auch die belastenden Giftstoffe ausgeschieden und schwere Folge im Körper verhindert werden.

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