Natürliche Hausmittel gegen Beinschmerzen
Die Ursachen von Beinschmerzen können vielfältig sein. Der Auslöser ist jedoch stets ein entzündlicher Prozess innerhalb einer Beinstruktur. Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen, Gelenke und Nerven können dabei betroffen sein und durch die Entzündung Schmerzsignale ans Gehirn senden, wodurch der Schmerz wahrgenommen wird.
Je nach auslösender Ursache ist der Schmerz stechend, dumpf, spitz oder ziehend. Er kann ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln verursachen, bei Belastung verstärkt werden, die Bewegung einschränken und sich auf nur einem oder beiden Beinen ausbreiten.
Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, die Ermüdung der Muskulatur, Krämpfe und eine Dehydration sind häufige Ursachen für Beinschmerzen. Sie führen zu kleinen Verletzungen und Entzündungen in der Muskulatur und stören physiologische Stoffwechselprozesse. Aber auch Muskelzerrungen, Sehnenscheidenentzündung, tiefe Venenthrombose, Restless Leg Syndrom, Diabetes, Arthritis, Gicht, Krampfadern und Nervenschäden können Beinschmerzen verursachen.
Um die Schmerzen in den Beinen zu lindern, sind Ruhe und sanfte Dehnungen sehr hilfreich. Es gibt auch einige einfache Hausmittel, welche entzündungshemmend wirken und gegen Beinschmerzen helfen. Sie unterstützen den Heilungsprozess, fördern den Abbau entzündlicher Stoffe und lindern den Schmerz.
Hinweis: Starke und lang anhaltende Beinschmerzen sollten von einem Arzt untersucht und behandelt werden.
Massagen
Massagen unterstützen den Heilungsprozess beschädigter Muskelfasern, Sehnen und Bänder. Sie fördern deren Durchblutung und dämpfen die Aussendung von Schmerzsignalen.
Für die Massage einfach etwas Olivenöl, Kokosöl oder Senföl erwärmen und die betroffene Stelle damit einreiben. Mit sanften, kreisenden Bewegungen die Stelle für etwa 10 Minuten massieren. Die Massage je nach Bedarf 2 bis 3 Mal täglich wiederholen.
Bittersalzbad
Bittersalz ist reich an Magnesium, was zum Abbau von Entzündungen sehr wichtig ist. Magnesium ist ein wichtiger Elektrolyt und reduziert Schwellungen, Schmerzen und hilft der Muskulatur, besser zu entspannen und Nervensignale im Körper zu steuern.
Für die Anwendung von Bittersalz: ½ Tasse Bittersalz ins heiße Badewasser geben und gut verrühren. Die Beine im warmen Wasser 15 Minuten einweichen und das Bad 2 bis 3 Mal pro Woche wiederholen.
Zusätzlich ist es hilfreich, mehr Lebensmittel mit einem hohen Magnesiumgehalt in die Ernährung zu integrieren. Dazu gehören Bananen, Kürbiskerne, roher Kakao, Avocados, Mandeln und grünes Blattgemüse.
Ingwer
Ingwer hemmt die proinflammatorischen Zytokine und hilft dadurch neurogenerative Krankheiten zu verhindern. Dadurch reduziert er entzündliche Prozesse und Schmerzen. Ingwer verbessert auch die Durchblutung und den Blutfluss, wodurch Ablagerungen in der Muskulatur besser beseitigt und Muskel- und Beinschmerzen gelindert werden.
Für die Anwendung von Ingwer: 1 Esslöffel Ingweröl erwärmen und den betroffenen Bereich 2 bis 3 Mal pro Tag sanft und mit kreisendenden Bewegungen massieren.
Um die Wirkung vom Ingwer zu verstärken, sollte zusätzlich Ingwertee getrunken werden. Für die Zubereitung vom Ingwertee: 1 Teelöffel frischen geriebenen Ingwer in eine Tasse mit heißem Wasser geben. Die Tasse bedecken und den Tee für 10 Minuten ziehen lassen. Den fertigen Tee nach Geschmack mit etwas Honig süßen und 2 bis 3 Mal täglich trinken.
Sauerkirschsaft
Sauerkirschsaft hilft sehr gut gegen Muskelkater in den Beinen und Beinschmerzen wegen starker körperlicher Aktivität. Sauerkirschen sind reich an antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften und helfen, Muskelverletzungen vorzubeugen und zu behandeln.
Bei Beinschmerzen einfach ½ Tasse frische Sauerkirschen essen oder 1 Glas Bio-Sauerkirschsaft täglich trinken. Der Sauerkirschsaft sollte frei von künstlichen Zusätzen und Konservierungsstoffen sein.
Zitronen
Zitronen liefern viele Antioxidantien, welche entzündliche Prozesse reduzieren und Schmerzen lindern. Zitronen helfen auch, den pH-Wert des Körpers ins Gleichgewicht zu bringen, wodurch Entzündungen verhindert und der Heilungsprozess beschleunigt wird.
Für die Anwendung von Zitrone: Die gleichen Mengen frisch gepressten Zitronensaft und Rizinusöl vermischen und mit der Mischung den betroffenen Bereich einreiben. Den Bereich etwa 10 Minuten mit sanften und kreisenden Bewegungen massieren und die Massage 2 bis 3 Mal täglich wiederholen.
Zusätzlich kann 2 Mal täglich Zitronenwasser getrunken werden. Dafür den frisch gepressten Saft einer Zitrone in einer Tasse mit warmem Wasser vermischen und trinken.
Kurkuma
Kurkuma enthält die Verbindung Curcumin, die bei Beinschmerzen besonders vorteilhaft ist. Curcumin ist ein Antioxidans und besitzt entzündungshemmende Eigenschaften. Es hemmt eine Reihe verschiedener Moleküle, die zu Entzündungen und Schmerzen führen. Kurkuma hat eine ähnliche schmerzlindernde Wirkung, wie die Schmerzmittel Ibuprofen und Aspirin.
Für die Anwendung von Kurkuma: 1 Teelöffel Kurkumapulver mit genügend Sesamöl zu einer Paste vermischen. Die Mischung auf den betroffenen Bereich auftragen und sanft einreiben. 30 Minuten wirken lassen und dann mit warmem Wasser abwaschen. Die Anwendung 2 Mal täglich wiederholen.
Um die Wirkung von Kurkuma zu verstärken, kann Kurkuma zusätzlich getrunken werden. Dafür 1 Teelöffel Kurkumapulver mit etwas Honig in einem Glas mit Mandelmilch vermischen und die Mischung 1 bis 2 Mal täglich trinken, bis der Beinschmerz verschwunden ist.
Hinweis: Kurkuma hat eine Blut verdünnende Wirkung und kann mit Blut verdünnenden Medikamenten interagieren.
Apfelessig
Apfelessig wirkt basisch, hilft die Harnsäure-Kristalle im Blut aufzulösen und Entzündungen zu verhindern. Er regt auch die Ausschwemmung angesammelter Giftstoffe in den Gelenken und Bindegewebe an und liefert Kalium, Calcium und andere essenzielle Mineralien, die schmerzlindernd wirken und die Entzündung reduzieren.
Um Beinschmerzen zu lindern, kann in einem Bad mit Apfelessig gebadet und Apfelessig getrunken werden.
Für das Bad: 1 bis 2 Tassen rohen, ungefilterten Bio-Apfelessig ins warme Badewasser geben, vermischen und 1 Mal täglich für 30 Minuten darin baden.
Apfelessig zum Trinken: 1 Esslöffel rohen, ungefilterten Bio-Apfelessig in 1 Glas mit warmem Wasser geben und mit etwas Honig süßen. Die Mischung 2 Mal täglich trinken.
Weitere Tipps gegen Beinschmerzen:
- Pro Tag 2 bis 3 Tassen grünen Tee trinken. Grüner Tee liefert viele Antioxidantien mit entzündungshemmenden Eigenschaften.
- Die Bein- und Rückenmuskulatur mindestens 15 Minuten pro Tag dehnen.
- Beine zwischendurch hochlegen.
- Alkohol und Kaffee meiden. Beide wirken dehydrierend und können den Schmerz verstärken.
- Ausreichend trinken. Je nach Größe und körperlicher Aktivität benötigt der Körper etwa 2 bis 3 Liter pro Tag, um ausreichend hydriert zu bleiben. Mit einer ausreichenden Wasserversorgung können Schlackenstoffe besser aus dem Körper gespült und der Schmerz dadurch verringert werden.
Es gibt verschiedene Hausmittel und Tipps, um Beinschmerzen auf natürliche Weise zu lindern. Neben diesen Hausmitteln ist es außerdem hilfreich, mehr Lebensmittel mit viel Kalium in die Ernährung zu integrieren und über das Sonnenlicht die Vitamin-D-Produktion im Körper anzuregen aufzunehmen.
Beide Nährstoffe sind für die Muskel- und Nervenfunktion sehr wichtig und können bei einem Mangel zu unspezifischen Schmerzen in Beinen und Rücken führen.
Bereits 10 bis 15 Minuten Sonnenlicht am Morgen genügen, um im Körper die Vitamin-D-Produktion anzuregen. Um den Kaliumgehalt im Körper zu erhöhen, sind Lebensmittel mit viel Kalium hilfreich. Dazu gehören Süßkartoffeln, Bananen, Pflaumen, Rosinen und Bio-Tomatensaft.
Gesundheit ist lecker
Gesunde Lebensmittel in die Ernährung zu integrieren ist oft einfacher, als man glaubt. Kombinationen aus gesunden und nährstoffreichen Lebensmitteln beleben den Alltag, sorgen für mehr Energie und Freude beim Essen. Denn Essen soll nicht nur gesund sein, sondern schmecken, Kraft geben und glücklich machen.