Die besten Lebensmittel bei Schilddrüsenunterfunktion

Unsere Schilddrüse ist eine kleine, schmetterlingsförmige Drüse im Hals und steuert viele wichtige Funktionen und Zellprozesse im Körper. Sie produziert Hormone, beeinflusst die Stimmung, den Stoffwechsel, das Energieniveau, die Körpertemperatur, Herzfrequenz und den Blutdruck.

Wenn die Schilddrüse nicht mehr ihren Aufgaben nachkommt und zu wenig Hormone produziert, wird auch von einer Schilddrüsenunterfunktion gesprochen, die sogenannte Hypothyreose.

Die häufigsten Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind ständige Müdigkeit, plötzliche Gewichtszunahme, Schwierigkeiten beim Abnehmen, erhöhte Kälteempfindlichkeit und Verstopfung. Oft kommt es auch zu trockener Haut, Heiserkeit, einem geschwollenen Gesicht, hohen Cholesterinspiegel, Muskelschmerzen, dünner werdendes Haar und einem schlechten Gedächtnis.

Die Symptome können anfangs sehr mild sein. Beginnen sie jedoch den Stoffwechsel zu verlangsamen, werden sie spürbar stärker.

Die Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist häufig ein gestörtes Immunsystem. Das Immunsystem greift hierbei fälschlicherweise das Gewebe der Schilddrüse an und schädigt es. Oft kommt es zu einer Entzündung der Schilddrüse.

Eine Schilddrüsenunterfunktion sollte immer ursachenbezogen behandelt werden. Die tägliche Ernährung ist ein wichtiger Schlüssel, um eine Schilddrüsenunterfunktion erfolgreich zu behandeln. Es gibt verschiedene Lebensmittel, welche die Gesundheit der Schilddrüse verbessern und die Effektivität des Stoffwechsels steigern.

Paranüsse

Paranüsse sind sehr reich an dem Mineral Selen, was für eine ordnungsgemäße Schilddrüsenfunktion sehr wichtig ist. Selen steuert die Aktivierung und Deaktivierung der Schilddrüsenhormone. Im Verbund mit der Glutathionperoxidase neutralisiert Selen auch die aggressiven freien Radikale, die während der Hormonproduktion entstehen.

Ein Selenmangel kann dazu führen, dass die Schilddrüse nicht ausreichend von den freien Radikalen geschützt wird und diese das Schilddrüsengewebe angreifen und zu Entzündungen führen.

Selen hilft, Entzündungsprozesse zu reduzieren und schützt die Schilddrüse vor einer neuen Entzündung. Ein Selenmangel wird oft mit Schilddrüsenerkrankungen in Zusammenhang gebracht. Eine erhöhte Selenaufnahme hilft, dieses Risiko zu reduzieren.

Um die Selenaufnahme zu erhöhen, genügen bereits 2-3 Paranüsse pro Tag.

Kokosöl

Kokosöl ist reich an mittelkettigen Fettsäuren, die bei einer Schilddrüsenunterfunktion sehr hilfreich sind. Diese Fettsäuren stimulieren die Produktion der Schilddrüsenhormone und fördern die normale Funktion der Drüse.

Die guten Fette in Kokosöl helfen außerdem beim Abnehmen, reduzieren das Bauchfett, wirken entzündungshemmend und senken den Cholesterinspiegel.

Pro Tag können 1 bis 2 Esslöffel kaltgepresstes Kokosöl verzehrt werden. Das Öl kann als Alternative zu anderen Ölen verwendet oder in den Tee, Smoothie oder zum Salatdressing gegeben werden.

Sauerkraut

Selbst gemachter Sauerkraut ist sehr gut für den Darm und versorgt den Körper mit wichtigen Vitaminen. Sauerkraut regt das Wachstum der guten Darmbakterien an und unterstützt dadurch den Aufbau einer gesunden Darmflora.

Etwa 80 Prozent unseres Immunsystems befinden sich im Darm und haben einen starken Einfluss auf die Schilddrüse. Ein Ungleichgewicht der Darmbakterien schwächt das Immunsystem und führt oft zu einer Fehlsteuerung. Auch ein hormonelles Ungleichgewicht kann dadurch verschlimmert und Schilddrüsenprobleme verstärkt werden.

Um den Aufbau einer gesunden Darmflora zu unterstützen, sollten täglich 2 Gabeln selbstgemachter Sauerkraut verzehrt werden.

Lachs

Lachs gehört zu den besten Fischsorten für die Gesundheit der Schilddrüse und den Stoffwechsel. Lachs ist sehr reich an Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken. Gute Fette werden im Körper auch für die Produktion von Hormonen genutzt und fördern die Fettverbrennung.

Die Omega-3-Fettsäuren senken außerdem das Risiko von Herzkreislauferkrankungen, unterstützen die Funktion des Nervensystems und schützen vor kognitiven Störungen, die bei einer Schilddrüsenfunktion entstehen können.

Gezüchteter Lachs ist oft Quecksilber belastet, was unserer Gesundheit schadet. Deswegen sollte Wildlachs bevorzugt werden.

Brauner Reis

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion steigt oft der Heißhunger auf kohlenhydratreiche Speisen. Ein häufiger Grund dafür ist, die Abnahme des Neurotransmitters Serotonin. Kohlenhydrate helfen, den Serotoninspiegel zu erhöhen.

Brauner Reis enthält viele gesunde Kohlenhydrate. Er liefert komplexe Kohlenhydrate, welche die Verdauung erleichtern, den Stuhlgang fördern und Verdauungsbeschwerden lindern. Brauner Reis hilft auch, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und das Energieniveau zu erhöhen.

Hinweis: Brauner Reis ist reich an Ballaststoffe, welche mit künstlichen Schilddrüsenhormonen interagieren können. Die Schilddrüsenmedikamente sollten deshalb ein paar Stunden vor oder nach dem Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln eingenommen werden.

Meeresalgen

Bei einem festgestellten Jodmangel und einer Schilddrüsenunterfunktion können Meeresalgen helfen. Meeresalgen sind reich an Jod und eignen sich sehr gut, um die tägliche Dosis von Jod aufzunehmen, ohne die Salzaufnahme zu erhöhen.

Jod heftet sich an die Aminosäure Tyrosin, um Thyroxin zu bilden, was für die Schilddrüsenfunktion sehr wichtig ist. Ein Mangel an Jod hemmt die Produktion von Stoffwechsel regulierenden Schilddrüsenhormonen.

Beim Verzehr jodhaltiger Lebensmittel sollten zusätzlich Lebensmittel mit viel Selen gegessen werden. Selen schützt vor den Auswirkungen, die durch eine überschüssige Jodversorgung entstehen können.

Die Meeresalge Nori ist reich an Jod und kann in Salate und Suppen integriert werden.

Hinweis: Bei einer Autoimmunschilddrüsenerkrankung und Hashimoto können Jodergänzungen den Zustand verschlechtern.

Eier

Eier liefern die Aminosäure Thyrosin, Jod und Selen. Diese drei Nährstoffe sind sehr wichtig für die Schilddrüse. Ein Mangel an einem dieser Nährstoffe kann Schilddrüsenprobleme verursachen.

Eier liefern auch viele wichtige Proteine. Bei einem Mangel an Proteinen kann die Schilddrüse nicht richtig funktionieren, auch wenn Schilddrüsenmedikamente eingenommen werden.

Eier versorgen den Körper außerdem mit den Vitaminen A und D, Zink, Calcium und wichtigen Antioxidantien.

Pro Tag können 1 bis 2 Eier gegessen werden. Diese können gekocht oder als Rührei oder Omelett zubereitet werden.

Die Ernährung spielt bei einer Schilddrüsenunterfunktion eine sehr wichtige Rolle. Mit verschiedenen Lebensmitteln kann die Funktion der Schilddrüse angekurbelt und Symptome verringert werden.

Um eine Schilddrüsenunterfunktion langfristig erfolgreich zu behandeln, sollte außerdem das Immunsystem gestärkt werden. Hormonelle Störungen, Gefühle der Schlappheit und Antriebslosigkeit, Depressionen und Schlafstörungen sind häufige Symptome eines geschwächten und fehlgesteuerten Immunsystems.

Zu wenig Schilddrüsenhormone

Jede Zelle in unserem Körper ist von unseren Schilddrüsenhormonen abhängig. Unsere Schilddrüse beeinflusst unseren Schlaf, Stoffwechsel, Energieniveau und viele weitere Körperfunktionen. Der Amazon-Bestseller Help for Hashimoto erklärt, was Hashimoto ist, wie es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt und was dagegen hilft.

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