Chili
Chili liefert in ihrer feurigen Schärfe natürliche entzündungshemmende Eigenschaften und sieben Mal mehr Vitamin C als Orangen. Chili gehört zu den beliebtesten pflanzlichen Arzneimitteln und ist eine typische Zutat vieler mexikanischer Gerichte.
Die einzigartige Schärfe verdankt der Chili dem Capsaicin. Sowohl in der grünen, roten als auch in der gelben Chilischote versteckt sich das Capsaicin sich in den Scheidewänden und der Plazentawand jeder einzelnen Frucht.
Unser Lieblings-Chili: Bio Chilischoten
Chili Gesund
Chilis sorgen nicht nur für einen besseren Geschmack, sie verbessern die Stimmung, lassen unschöne Fettpölsterchen verschwinden und helfen gegen verschiedenste Erkranungen. Das scharfe Capsaicin wird dank seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung gerne in Tinkturen und Salben zugefügt.
Es lindert Schmerzen einer Arthrose, besitzt adstringierende Eigenschaften und hilft Muskelkater zu beseitigen. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass Capsaicin sogar antibakterielle, antikarzinogene Eigenschaften besitzt, gegen Diabetes hilft und bei übergewichtigen Personen den schlechten Cholesterinspiegel senkt.
Chili Nährstoffe
Chilis liefern eine beeindruckende Liste an pflanzlichen und chemischen Verbindungen, die gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen und jede Menge Krankheiten verhindern. Der bekannteste Nährstoff in dieser Liste ist Capsaicin.
Chili Capsaicin
Das Capsaicin ist ein Alkaloid und gehört zu den schärfsten bekannten Extrakten. In der Natur schützt es sich vor den Fraßfeinden, um nicht gegessen zu werden und im Körper lindert es Entzündungen, vermindert Schmerzen und sorgt für gute Laune. Das Capsaicin ist sehr beständig und kann weder durch Hitze noch Kälte zerstört werden. Es lässt sich im Alkohol lösen, jedoch nicht im Wasser (was auch der Grund ist, warum Wasser trinken nicht wirklich gegen scharfe Chili-Speisen hilft).
Gelangt das Capsaicin auf die Zunge oder Haut kommt es zur thermischen Täuschung, wodurch das brennende Gefühl entsteht. Die Nervenenden nehmen diesen Wärmereiz auf und werden über einen längeren Zeitraum desensibilisiert. (Aus diesem Grund vertragen gewöhnte Chili-Verbraucher schärfere Speisen, als solche, die die Schärfe nicht gewohnt sind). Diese intensive Hitzeeinwirkung wird dem Gehirn gemeldet und als Schärfe-Schmerzempfindung wahrgenommen. Diese Schärfewahrnehmung kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt sein und durch genetische Faktoren und Medikamente beeinflusst werden.
Die meiste Schärfe und somit der größte Teil an Capsaicin befindet sich in den Scheidewänden und der Plazentawand der Chilischote. Das Fruchtfleisch überzeugt hingegen mit einem schmackhaften Aroma. Wird das Innenleben der Chilischote bei der Zubereitung entfernt, kann diese somit “entschärft” und durch Belassen oder Entfernen der Wände, die Schärfedosierung angepasst werden.
Chili Antioxidantien
Neben dem einzigartigen anoxidativ wirkenden Capsaicin liefern Chilischoten eine Menge weiterer antioxidativer Verbindungen, wie das Vitamin C, Vitamin A, Flavonoide wie Beta-Carotin, Alpha-Carotin, Lutein, Zeaxanthin und Cryptoxanthin. Diese antioxidativen Substanzen in der Chilischote schützen den Körper vor schädlichen Auswirkungen der freien Radikale, die bei Stress erzeugt werden und verschiedenste Krankheiten auslösen.
Chili Mineralien
Der Mineralstoffgehalt setzt sich in den Chilischoten unter anderen aus Kalium, Mangan, Eisen und Magnesium zusammen. Kalium ist ein wichtiger Bestandteil der Zell- und Körperflüssigkeiten und hilft den Blutdruck zu steuern, wogegen Mangan als ein Co-Faktor für das antioxidative Enzym Superoxiddismutase verwendet wird.
Allgemein decken 100 Gramm Chilischoten:
- 240% der täglich zu verzehrenden Menge an Vitamin C
- 39% der täglich zu verzehrenden Menge an Vitamin B6
- 32% der täglich zu verzehrenden Menge an Vitamin A
- 13% der täglich zu verzehrenden Menge an Eisen
- 14% der täglich zu verzehrenden Menge an Kupfer
- 7% der täglich zu verzehrenden Menge an Kalium
- und kein Cholesterin
Chili Wirkung
Chili lindert Schmerzen
Chilischoten liefern heilende Nährstoffe, fördern die Durchblutung und helfen den Schmerz zu kontrollieren. Gleichzeitig bekämpft das Capsaicin Entzündungen, unterstützt die Abschwellung, wodurch vor allem Gelenkschmerzen gelindert werden. Durch den regelmäßigen Verzehr von Chilischoten kann so die Einnahme von nicht-steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (NSAIDs), die zu Magengeschwüren, Schäden an der Leber, Niere und sogar Krebs führen können, deutlich reduziert werden. Das Capsaicin wird gerne in Muskulatur entspannenden Cremes verwendet. Hier fördert es die Mehrdurchblutung, hilft Entzündungen abzutransportieren und dadurch den Schmerz zu lindern. Laut verschiedener Erfahrungsberichte kann die Capsaicin-Creme zu einem brennenden Gefühl führen.
Chili stillt Blutungen
Einer der eindrucksvollsten Eigenschaften von Chilischoten ist ihre antihämorrhagische Fähigkeit. Werden Chilischoten in großen Dosen eingenommen (etwa ein bis zwei Teelöffel pulverisierte Chilischote) ist sie in der Lage, innerhalb von wenigen Minuten erhebliche Blutung zum Stillstand zu bringen. Chilischoten werden deshalb gerne in einigen Teilen der Welt in Notfallsituationen benutzt und als natürlicher “Blutstiller” verwendet. Chilischoten-Extrakte werden auch deshalb häufig in verschiedenen Pflastern zugesetzt.
Chili verbessert die Verdauung
Chilis sind eine ausgezeichnete Verdauungshilfe und helfen dem Magen, die Nahrung effizienter und sorgfältiger zu verarbeiten. Sie verringern die Häufigkeit von saurem Reflux, indem sie Sekretion von Magensäure und andere Verdauungssäfte stimulieren. Hinzukommt, dass durch den regelmäßigen Verzehr von Chilischoten Magengeschwüre geheilt und verhindert werden können. (Wichtig ist hierbei, dass die Dosierung nicht zu hoch ist.)
Verdauungsstörungen mit natürlichen Lebensmitteln behandeln: Zum Darmprogramm
Chili gegen Diabetes
Der regelmäßige Verzehr von Chili kann das Risiko einer Hyperinsulinämie (ein hoher Blutspiegel von Insulin) reduzieren und wirkt damit gegen eine häufige Störung von Diabetikern.
Durch Chili-Speisen wird die Insulinmenge reduziert die der Körper benötigt, um den Blutzucker nach einer Mahlzeit zu senken. Sind Chili-haltige Speisen ein fester Bestanteil der Ernährung, kann der Insulinbedarf sogar noch tiefer sinken.
Chili-haltige Speisen helfen bei übergewichtigen Menschen nicht nur den Insulinverbrauch nach einer Mahlzeit zu senken, sondern verringern ebenso das Verhältnis von C-Peptid zu Insulin. Das C-Peptid und das Insulin werden im Körper von dem gleichen Vorhormon (Proinsulin) gebildet. Da das Insulin von der Leber schneller aufgenommen wird und das C-Peptid länger im Blut bleibt, kann durch die Menge vom C-Peptid die körpereigene Insulinproduktion besser beurteilt werden. Durch Chilispeisen wird der C-Peptid-Gehalt reduziert und dadurch weniger Insulin in die Blutbahn abgegeben.
Außer dem Capsaicin enthalten Chilis das antioxidative Vitamin C und Carotinoide, die auch zur Verbesserung der Insulinregulierung beitragen können.
Chili gegen Entzündungen
Das Capsaicin ist dem Chili ein potenter Inhibitor der Substanz P, einem Neuropeptid welcher mit entzündlichen Prozessen einhergeht. Je schärfer die Chilischote, desto mehr Capsaicin ist darin enthalten. Die schärfsten Sorten sind die Habanero und Scotch Bonnet.
Das Capsaicin ist sehr wirksam in der Behandlung von sensorischen Nervenfasererkrankungen und wirkt gegen Schmerz, die durch eine Arthritis, Schuppenflechte und diabetische Neuropathie verursacht wird.
Chili stärkt das Immunsystem
Die kräftige Farbe der roten Chilischoten zeigt ihren hohen Gehalt an Beta-Carotin (oder auch als Provitamin A bekannt). Nur zwei Teelöffel rote Chilischoten decken rund 6% des Tageswertes an Vitamin C ab und einen großen Teil an Vitamin A. Das Vitamin A wird häufig als das antiinfektiöse Vitamin bezeichnet. Es sorgt für die Gesundheit der Schleimhäute, welche die Nasengänge, Lunge, Darm-Trakt und Harnwege umgeben. Diese Schleimhäute dienen dem Körper als die erste Verteidigungslinie gegen eindringende Krankheitserreger.
Chilis für das Herz
Rote Chilischoten reduzieren das Blutcholesterin, die Triglyzeride und die Blutplättchenaggregation und erhöhen gleichzeitig das Fibrin im Blut. Durch Chili kann die Geschwindigkeit der Oxidation (also die Schäden, die durch freie Radikale an Cholesterin und Triglyceride entstehen) deutlich reduziert, die Herzfrequenz in Ruhe gesenkt und die allgemeine Durchblutung verbessert werden.
Chili Nebenwirkungen
Das Capsaicin, welches dem Chili seinen stark würzig scharfen Charakter verleiht, kann zu Reizungen und einem brennenden Gefühl im Mund, Zunge, Rachen und bei dessen Ausscheidung führen. Kommt das Capsaicin in Kontakt mit den Schleimhäuten der Mundhöhle, Rachen und Magen, entsteh bald ein starkes Brennen, welches über die freien Nervenendigungen der Schleimhaut wahrgenommen wird.
Das Essen von einem kalten Joghurt oder das Trinken von einem Glas Milch hilft, das Brennen zu reduzieren. Das Protein Casein in den Milchprodukten verdünnt die Capsaicin-Konzentration und zieht so das Capsaicin von den Nervenrezeptoren.
Chili Abnehmen
Mit ihrer Wärme erzeugenden Wirkung (Thermogenese) haben Chilis eine enorme Stoffwechsel steigernde Wirkung. Sie erhöhen die Körpertemperatur des gesamten Körpers und sorgen dafür, dass zusätzliche Kalorien verbrannt werden. Chilischoten erhöhen außerdem das Sättigungsgefühl und sorgen für ein schnelleres Völlegefühl. Mit der Chilischote ist es somit möglich, ohne viel Aufwand und Überwindung einige seiner Pfunde loszuwerden.
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Chili Kaufen
Chilis sind frisch, getrocknet oder pulverisiert zu kaufen und im Supermarkt das ganze Jahr erhältlich. Weltweit gibt es über hundert verschiedene Chilisorten, wobei zu den bekanntesten der rote Cayenne Pfeffer und die grünen Jalapenos zählen.
Beim Kauf einer frischen Chilischote sollte diese eine brillante, satte Farbe haben, fest, straff und glänzend sein. Ihr Stiel sollte hart und frisch erscheinen. Mit Ausnahme der Jalapenos sollte der Chili keine Risse in der Nähe des Schaftendes aufweisen. Chilischoten, die faltig sind und weiche Stellen und schwarze Flecken aufweisen, sollten gemieden werden.
Chilis Lagern
Frische Chilischoten sollten nach dem Kauf ungewaschen in Papiertüten oder in Papierhandtücher gewickelt und im Gemüsefach vom Kühlschrank aufbewahrt werden. Hier bleiben sie mindestens eine Woche frisch.
Frische Chilis können auch in der Sonne zum Trocknen aufgehängt werden. Einmal getrocknet eignen sie sich zur Herstellung eines frisch gemahlenen Chilipulvers. Getrocknete Chilis und das Chilipulver sollten in einem dicht verschlossenen Gefäß aufbewahrt und vor Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Frische Chilischoten sollten niemals in Plastiktüten aufbewahrt werden. Plastiktüten führen zu Feuchtigkeitsansammlungen und führen zum schnellen Verderben der Chilischote.
Chilis Zubereiten und Essen
Viele Menschen tragen für die Zubereitung der Chilis Handschuhe, Gesichtsmasken (vor allem bei scharfen Chilipulversorten) und benutzen ein separates Schneidebrett.
Werden die Chilis frisch zu bereitet, sollten diese zuerst gründlich gewaschen, um jegliche Fungizide, Sand und Erde zu entfernen. Wird das Innenleben der Chili entfernt (also die Scheidewände und die Plazentawand), so wird diese “entschärft”. Durch Hinzufügen kleiner Stücke der Scheidewände kann die Schärfe verschiedenster Gerichte angepasst und besser abgeschmeckt werden.
Chilis passen hervorragend zu verschiedenen Gemüsegerichten, Suppen, Soßen, Gewürzmischungen und als Zutat im Dip.
Gesundheit ist lecker
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